Dienstag, 22. Januar 2013

Stuttgart



vor der Staatsgalerie

Nun ist mein Besuch in Stuttgart schon zwei Wochen her, und ich weiß ich noch immer nicht, was ich dazu schreiben könnte. Offenbar habe ich nichts erlebt oder beobachtet, das mir bemerkenswert oder aufregend genug erschien, um daraus eine Geschichte zu machen.

Dabei ist es hier sicher lebendig genug. In der taz steht zum Beispiel, dass über ein Drittel der Menschen hier einen sogenanntem Migrationshintergrund haben. Ich bin beeindruckt - das ist ja fast wie in London, wo man dieses bizarre Wort im übrigen nicht kennt. Aber es überrascht mich auch, denn es fällt mir nicht auf.

Umgekehrt behaupten manche, dass Stuttgart ganz besonders langweilig sei. Über die Langeweile zu schreiben wäre wiederum interessant, aber dieses Wort passt nicht, finde ich. Es ist ja oft der eigene Blickwinkel, der die Dinge langweilig erscheinen lässt - oder auch nicht.

Vielleicht sollte ich also den Blick verändern und nicht unbedingt nach etwas suchen, das besonders charakteristisch oder auffällig ist, oder direkt ins Auge springt?

Da ist zum Besipiel das Stuttgarter Wappentier, ein galoppierendes Pferd, das unter anderem vor der Staatsgalerie zu sehen ist. Es fügt sich so nahtlos in die Umgebung ein, dass man es kaum wahrnimmt.

Aber es sieht irgendwie glücklich aus. 

Vielleicht ist es das. Glückliche Lebewesen machen nicht viele Worte.







1 Kommentar:

  1. Hi AnneS :-), schön wieder von dir zu lesen! Stimmt, das Pferd sieht wirklich froh aus, als würde es gleich lächeln und voller Energie losspringen.
    Manchmal sind die kleinen Geschichten und Gedanken durchaus wert, aufgeschrieben zu werden. Wie ging es dir denn in Stuttgart?

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